Literatur im Zeitalter des Barock (1600-1780)

Das kunstgeschichtliche Zeitalter Barock bezeichnet die Zeit des 17. Jahrhunderts zwischen der Renaissance und Aufklärung. Dies war auch die Zeit des 30 jährigen Krieges welcher die Zeit mit Lebensgier und Todesbangen bestimmte.


Der Begriff „Barock“ kommt ursprünglich aus dem portugiesischen „barocco“ was so viel bedeutet wie „seltsam geformte, schiefrunde Perle“. Der Begriff „baroque“ wurde daraufhin in Frankreich als Begriff bekannt welcher Kunstformen beschrieb die dem klassizistischen Geschmack der Franzosen nicht entsprach.
Der Abosultismus , die Kirche und die Antike spielen in der Zeit des Barock eine große Rolle. Dies war die Zeit in der barocke Schlösser mit die Macht der Fürsten repräsentierten. Die absolutistischen Herrscher hatten viel Personal welche im Schluss tätig waren. Angefangen vom Kapellmeister, Architekt und Hofmaler aber auch Poeten die damit beauftragt wurden für die Hofgesellschaft Gedichte zu schreiben, spannende Romane oder Theaterstücke.


Dichter wurden zudem von der Kirche beauftragt geistliches Gedankengut in Form von Liedern, Gedichten oder Schauspielen zu verfassen und zu verbreiten. Die Menschen waren zu dieser Zeit für religiöse Texte sehr empfänglich. Im Laufe der Zeit wurde aber auch die Nachfrage nach Literatur die man bei einem Buchhändler kaufen kann größer. So fing der Literaturmarkt im 17. Jahrhundert an zu entstehen.
Die Tradition der Antike wurde zu dieser Zeit große Bedeutung geschenkt. Antike Schriftsteller wie z.B. Homer, Aristoteles und Horaz waren Vorbilder vieler Schriftsteller. Diese versuchten die Regeln und Anweisungen der antiken Literatur zu erfüllen. Ziel war es vergleichbare Werke zu verfassen.
Die Inhalte dieser Schriften waren jedoch mit der Meinung der christlichen Religion oft nicht konform da diese heidnisch und lebenslustig waren, was für sündhaft und unmoralisch empfunden wurde.

Barockliteratur

Die Barockliteratur wurde eingeteilt in verschiedene Gattungen welche verbindliche Inhalte und vorgeschriebene Formen aufwiesen. Die damalige Literatur hielt sich an sogenannte Poetik auch Dichtungslehren genannt. Diese wurden der antiken Poetik und Rhetorik nachempfunden. Die Barockliteratur wurde unterteilt in drei Stilebenen, die des hohen Stils welche erhabene und heroische Themen behandelte, die mittlere Stilebene mit kosmischen Themen und der niedrige Stil mit derben Themen. Die Werke wurden so passend zu den drei gesellschaftlichen Ständen des Adels und Hofs, Bürgertums und Bauern aufgeteilt.

Auch die Lyrik die heutzutage als Liebeslyrik bezeichnet wird wurde in diese drei Dichtungsarten aufgeteilt. Die Hohe Liebeslyrik preist das lyrische Ich die Schönheit und Tugend einer Geliebten an, welche unerreichbar ist und daher eher traurig ist. Bei der mittleren Liebeslyrik geht es um die erotische Liebe bei dem das lyrische Ich der Geliebte zu sexuellem Kontakt zu überreden. Mit einer scherzhaft, heiteren Stimmung. In der niederen Liebesdichtung hingegen werden sexuelle Vorgänge direkt und drastisch beschrieben.
In der Barockzeit kam es nicht darauf an etwas Neues, Originelles zu schaffen. Es wurde hingegen darauf bedacht die Vorgaben und Regeln einzuhalten. Der Leser sollte das wiederfinden was er gewohnt war.
Die Zeit des Barock ist heute weniger für die Romane und Dramen bekannt sondern für die Barocklyrik.

Bedeutende barocke Schriftsteller waren:

  • Andreas Gryphius (1616-1664)
  • Christoffel von Grimmelshausen (1621-1676)
  • Martin Opitz (1597-1639) (Buch von der deutschen Poetery)

 

 
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