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Aleksandr Petrovich Sumarokov (1717 – 1777)
Aleksandr Sumarokov war der dritte Gründervater des russischen Klassizismus. Er ging ebenfalls wie Lomonosov auf die Petersburger Kadettenkorps, doch sein Weg führte ihn zuerst an den Petersburger Hof als Anwärter eines Offiziers. Im Dienste Razumovskijs brachte es Sumarokov bis zum Rang eines Brigadiers. Gegen Ende der 40er Jahre beschritt Sumarokov jedoch einen neuen Weg, er folgte seinem Interesse an der Literatur, das er schon im Kadettenkorps gezeigt hatte und machte sich die Literatur zu seiner Hauptbeschäftigung. Sumarokov veröffentlichte zwei Lehrgedichte, die Episteln, eines über die russische Sprache und eines über die Verskunst. Die Episteln enthielten das gattungspoetische Programm der neuen russischen Dichtung. Maßgeblich war für ihn der sprachpatriotische Gedanke vom „Reichtum“ der Literaturensprache, in der Vielfalt der klassizistischen Gattungen und Stillagen. Die Spannweite von Sumarokovs Œuvre reicht daher vom Erhabenen der geistlichen Ode bis hin zu groben Komik seiner Prosakomödien, von der Liebesdichtung, die er in verschiedenen Gattungen hielt: „Lied, Idylle und Ekloge als Formen der Schäferdichtung, bis hin zu Verssatire und Lehrdichtung, ganz zu schweigen von solchen Formen wie Epigramm, Sonett, Rondo usw..“ Besonders bekannt wurde er durch seine über 380 verfassten Fabeln und seine Tragödien die bis ins 19. Jahrhundert aufgeführt wurden.
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